der Internationalen Schlafwagen-Gesellschaft aus Deutschland und Österreich-Ungarn". Außer der Baye- rischen Staatsbahn, die damals schon um den Tourismus und die damit verbundenen Einnahmen fürchtete, fanden die Überlegungen bei allen anderen Länderbahnen Zu- stimmung. Ein solches Vorhaben war jedoch nur im Ein- vernehmen mit Österreich-Ungarn zu realisieren. Die beteiligten Bahnverwaltungen der Länder kamen überein, dass der neuen Gesellschaft das ausschließliche Recht zum Betrieb von Schlaf- und Speisewagen zu übertragen ist.
Ab 1916 übernahm die MITROPA auch die Bewirtschaf- tung des sogenannten Balkanzuges. Der Zug war als Ge- genstück zum Orientexpress gedacht und fuhr zweimal in der Woche u. a. von Berlin über Budapest, Belgrad und Sofia nach Konstantinopel. Der Zug führte Schlaf- und Speisewagen sowie Wagen der 1. und 2. Klasse mit sich. Um die Herkunft eingereihter Teakholzwagen der ISG zu verschleiern, wurden die Embleme mit einer Tafel abge- deckt. Nach der Kapitulation der Mittelmächte wurde der Betrieb des Zuges eingestellt. Der Versailler Vertrag schränkte nunmehr die Betriebsführung der MITROPA er- heblich ein. Die ISG führte 20 Prozesse gegen die Reichs- bahn und das Deutsche Reich vor einem Schiedsgericht. Ziel der ISG war es die alten Verträge wieder herzustellen. Ferner wurden hohe Schadensersatzansprüche gestellt sowie die Herausgabe der von der MITROPA übernom- menen Wagen gefordert. Das Gebiet der MITROPA wurde durch Verträge mit der ISG stark eingeschränkt und wieder auf Deutschland und Österreich beschränkt. Alle Transitzü- ge wurden entsprechend einer Regelung im Artikel 367 des Versailler Vertrages durch die ISG bewirtschaftet. 1921 wurde aus Sicherheitsgründen eine 40%ige Beteiligung mit der Great Easter Railway Co., London am Kapital der MITROPA vereinbart. Die Beteiligung wurde in eine eng- lisch-kanadische Gruppe in Genf eingebracht, an der die MITROPA nun mit 20% beteiligt war. Damit sollten die alten Kozessionen der MITROPA im Ausland gesichert werden und noch wichtiger: Die angestebte 51%ige Beteiligung der ISG an der MITROPA wurde verhindert.

Schon auf dem Bahnsteig konnte der Fahrgast für eine Reichsmark die MITROPA - Kissen anmieten, die in Papiertüten erhältlich waren. Kleinigkeiten, die jedoch zum guten Ruf des Unternehmens beitrugen. 1928 kam für die MITROPA die Bewirtschaftung des legendären "Rhein- golds" hinzu, der neue Maßstäbe in Luxus und Komfort setzte. Die speziell konstruierten schweren Pullmannwagen boten ein Reise-erlebnis der Sonderklasse. Jeder 2. Wagen war mit einer Küche ausgestattet, es gab keine Speise-wagen, der Gast wurde am Sitzplatz bewirtet. Die komfor-tablen Salonwagen waren mit kleinen Tischen und Lampen ausgestattet. Der Zug war mit seiner Route ent- lang der Rheinstrecke von Amsterdam nach Basel ein absolutes "Muss" für viele Fahrgäste aus Deutschland und die DRG und die MITROPA warben kräftig dafür. Der exquisite Luxuszug konnte sich aber auch von innen und außen se- hen lassen: Die Salonwagen zeichneten sich durch ihren violett-cremefarbenen Anstrich und durch die vergoldeten Aufschriften aus, während im Innenraum der 1. Klasse kein Wagen dem anderen glich, Möbel und Teppiche unter-schieden sich in Form und Farbe.


Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg
In der Folge des Zweiten Weltkrieges und der Teilung Deutschlands wurde auch die MITROPA geteilt. Aufsichtsrat und Vorstand in Hamburg versuchten zwar noch die Leitung zu behalten, aufgrund ihrer politischen Vergangenheit war dies jedoch nicht mehr möglich. Aus der Direktion West der MITROPA AG ging die Deutsche Schlafwagen- und Speise-wagengesellschaft (DSG) hervor, die die Schlaf- und Spei- sewagen der Deutschen Bundesbahn in der BRD bewirt- schaftete. Am 22. Mai 1945 wurde die MITROPA durch den Oberbuch- halter Reisch, der zwar keine Prokura aber eine Handels- vollmacht besaß, formgerecht beim Magistrat der Stadt Berlin angemeldet. Am 23. Mai 1945 meldeten die Schlaf-wagenschaffner Witzke und Inzinger die MITROPA AG beim Wirtschaftsamt Berlin-Mitte beim Bezirksbürgermeister III in der Dorothenstraße an und Witzke übernahm am 24. Mai 1945 kommissarisch die Leitung des Unternehmens. Sitz des Unternehmens war unverändert das Direktionsgebäude in der Universitätsstraße 2/3a. Durch eine Vollmacht vom 27. Juli 1945 des damaligen Ge- neraldirektors der Deutschen Reichsbahn Dr. Apel wurde Dr. Kieschke zum kommissarischen Leiter der MITROPA bestellt. Dr. Kieschke, von 1926 bis 1942 Vorsitzender des Vorstandes der MITROPA, war zwar ehemaliges Mitglied der NSDAP, aber da es um einen schnellen Wiederaufbau ging, wurde die fachliche Qualifikation in den Mittelpunkt gestellt. Und das nicht nur in der Sowjetischen Besat-zungszone. Dr.Ing. Erich Leicher, mit 36 Jahren Chef des technischen Dienstes der MITROPA und ab 1942 Mitglied des Vorstandes und stellvertrtender Direktor, wurde Leiter der MITROPA - Betriebe in der britischen Zone. Als sich 1950 aus der abgespaltenen "MITROPA-Direktion West" zusammen mit der Hamburger Speisewagengesellschaft die DSG bildete, wurde er einer der zwei Geschäftsführer. Die MITROPA besaß nach Kriegsende noch einige Schlaf- und Speisewagen, von denen sich die größte Anzahl in den westlichen Besatzungszonen befan- den. Dem allgemeinen Trend folgend wurde alles Verwert-bare vor den anrücken- den sowjetischen Truppen aus dem östlichen Teil Deutschlands abgezogen. Wie bereits erwähnt wurde durch die MITROPA im April 1945 ein Teil an Werten und wichti- gen Unterlagen nach Bad Seegeberg/Holstein ausgelagert. Kurze Zeit später folgte ein kompletter Zug mit leitenden Mitarbeitern, Wertgegenständen, Genußmitteln und weite- ren Unterlagen. Die verbliebenen Wagen wurden über- wiegend von den Reichsbahndienststellen und den Be- satzungsmächten genutzt. Ebenso das in den Wagen und Lägern befindliche Inventar, wie Wäsche, Geschirr und Zubehör. Zu dieser Zeit befanden sich im Besitz der MITROPA: - Grundstücke in Berlin und anderen deutschen Städten so- wie in Holland und in Wien, - fünf Speisewagen bei der Rhätischen Bahn in der Schweiz, - Reparaturwerke in Gotha und Falkensee, welches später völlig demontiert wurde, - eine große Kellerei in Traben /Trarbach, - das Geschäftshaus in der Universitätsstraße in Berlin, - eine große Wäscherei in Berlin-Hohenschönhausen und eine in Hamburg/Altona, - erhebliche Vermögens- und Vertragswerte im In- und Ausland, - eine Reihe von Bahnhofswirtschaften und Flughafenres-taurants, - über 75 % ihrer Tochtergesellschaft "Elite"-Autofahrt GmbH in Berlin, - MITROPA - Abteilungen in Hamburg/Altona, Köln, Frank- furt am Main, Stuttgart und München und - Abteilungen in Köln und Frankfurt am Main auf eigenen Grundstücken. Die Deutsche Revisions- und Treuhand-Aktiengesellschaft Berlin stellte in ihrer Eröffnungsbilanz im Mai 1945 ein Ge- samtvermögen in Höhe von etwa 6,5 Millionen Reichsmark fest. Durch den Krieg verlor die MITROPA somit 83,7 % ihres Vermögens durch die entstandenen Wertminderungen und Verluste. Von den festgestellten ca. 6,5 Millionen befanden sich lediglich 2,1 Million RM auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone, die anderen 4,5 Millionenin den westlichen. Später stellte sich heraus, dass die Werte bezogen auf die sowjetische Zone stimmten aber das Gesamtvermögen we-sentlich höher gewesen sein muß. Allein nur für die britische Zone betrug nach deren Haupt-buch die Eröffnungsbilanz vom Mai 1945 5,2 Mio RM und fünf Monate später erfolgte eine Korrektur auf 10,4 Mio RM. Mit der Unterzeichnung der bedingunglosen Kapitulation endete der Zweite Weltkrieg und hinterließ erhebliche Zer- störungen natürlich auch im Verkehrswesen. Allein im östlichen Teil Deutschlands waren zwei Drittel der Werk- stattgebäude von Reichsbahnausbesserungswerken und Hauptwerkstätten zerstört oder schwer beschädigt - genau wie 56 % der Lokomotiven und 59 % der Personenwagen. Natürlich war auch die MITROPA betroffen. Von den 1944 vorhandenen 596 Schlaf- und Speisewagen befand sich bei Kriegsende der größte Teil im westlichen Teil Deutschlands. In der sowjetischen Zone verblieben 108 Fahrzeuge, wovon 70 lediglich als sogenannte "Merkposten" aufgeführt wurden (nur auf dem Papier vorhanden). Von den tatsächlich vorhan-denen 38 Wagen waren nur 4 Schlafwagen und 28 Speisewagen voll oder beschränkt einsetzbar. Hinzu kamen die Reparationen an die Siegermächte, die be-kanntlich in den Besatzungszonen sehr unterschiedlich ver-liefen. Während in den Westzonen ca. 5 % des Indus-triepotentials verloren ging, waren es im Osten ca. 40 %. So verlief auch der Wiederaufbau der MITROPA enorm unterschiedlich.
Nach 1949 begann im östlichen Teil Deutschlands mit der Gründung der DDR der Wiederaufbau der MITROPA.
Die folgenden Eckpunkte belegen die Entwicklung:
1949 *Am 1. Oktober eröffnet die MITROPA eine Bahn- hofsgaststätte in Halle Hbf. 1950 *Der erste Schlafwagen rollt im grenzüberschreiten- den Verkehr nach Prag 1951 *Die MITROPA übernimmt die Bewirtschaftung des ersten Speisewagenlaufs nach Brest *Der erste Schlafwagen verkehrt nach Bukarest 1952 *Die MITROPA übernimmt 10 weitere Bahn- hofsgaststätten und bewirtschaftet damit 34 der größten Bahnhofsgaststätten 1953 *Auf den ersten Schiffen der Weißen Flotte wird die Bewirtschaftung übernommen (ab dem 1.9.1954 für alle Schiffe in Berlin) 1954 *Der Bahnhof Berlin-Friedrichstraße erhält ein MITROPA - Cafe *Auf den von der MITROPA bewirtschafteten Bahnhöfen übernimmt das Unternehmen die HO-Kioske 1955 *Die MITROPA richtet eine Silberwerkstatt ein 1956 *Die MITROPA - Kioske werden standardisiert *Die MITROPA übernimmt die Bewirtschaftung der Schiffe der Weißen Flotte in Dresden 1957 *In Meinigen wird die erste Selbstbedienungsgast- stätte der MITROPA eröffnet 1958 *Die Bewirtschaftung der Flughäfen Berlin Schöne- feld, Erfurt-Bindersleben und Barth wird Übernommen 1959 *Karl-Marx-Stadt (heute wieder Chemnitz)) Hbf. er- hält ein Selbstbedienungsgaststätte *Ab dem 6. Juli bewirtschaftet die MITROPA das Eisen- Fährschiff "Saßnitz", später auch die "Warnemünde" 1960 *Halle Hbf. erhält eine Selbstbedienungsgaststätte 1961 *Die MITROPA übernimmt die Autobahnraststätten In den Hauptbahnhöfen von Gera, Rostock, Frankfurt/Oder, Schwerin, Magdeburg und Berlin-Ostbahnhof werden SB- Gaststätten eingerichtet *Im Reparaturwerk Gotha wird die Produktion von Typenki- osken aufgenommen, acht werden eingesetzt
Fotos aus dem Vereinsarchiv, Qelle: MITROPA AG - Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, 1969
1962 *Es werden 26 neue Typenkioske eingesetzt *In Berlin-Schönefeld werden das neue Flughafenrestaurant und das Hotel in Betrieb genommen *Innerhalb des Raststättennetzes wird in Freienhufen die er- ste Selbstbedienungsgaststätte eröffnet *Am 26. Februar wird die Intershop GmbH gegründet - es werden fünf Verkaufsstellen eröffnet *Im Pionierpark in Berlin wird eine MITROPA - Kindergast- stätte eröffnet
Berlin Dezember 1956: Tag und Nacht ist die MITROPA- Gaststätte des Berliner Ostbahnhofes für die Reisenden geöffnet Foto: WIKIPEDIA Creative Commons-Lizens mit Verweis auf Bundesarchiv, Bild 183-43489-0004 / Weiß, Günter / CC-BY-SA
In einer MITROPA-Gaststätte 1961 (Ort unbekannt) Foto: aus dem Vereinsarchiv - Autor unbekannt
MITROPA-Kiosk am S-Bahnhof Berlin Schöneweide 1963 Foto: aus dem Vereinsarchiv - Autor unbekannt
1963 *Die MITROPA übernimmt die Bewirtschaftung des Eisenbahnfährschiffes "Warnemünde und de TOUREX *In Berlin-Treptow wird eine Vorküche in Betrieb genommen *Karl-Marx-Stadt erhält eine Biertankanlage *Der Autobahnrasthof Magdeburg-Börde wird eröffnet 1964 *Bei den Raststätten Michendorf und Dresden- Stetsch werden Erweiterungsbauten vorgenommen *In Draschwitz wird ein Zentrallager eingerichtet *Dresden Hauptbahnhof erhält eine SB-Gaststätte 1965 *Das Hotel "Hermsdorfer Kreuz" wird rekonstruiert *Die Läden der Ost- und der Westhalle im Leipziger Haupt- bahnhof werden modernisiert *Der Speisesaal der MITROPA - Gaststätte Berlin-Ostbahn- hof wird rekonstruiert 1966 *In der Westhalle des Leipziger Hauptbahnhofes er- öffnet eine Kaffeestube 1967 * Leipzig Hauptbahnhof erhält eine SB-Gaststätte *Im Bahnhof Berlin-Friedrichstraße wird eine Intershop- Großraum-Verkaufsstelle eröffnet *Das erste MITROPA-Autobuffet wird in Betrieb genommen 1968 *Die Autobahnraststätte Schkeuditz wird eröffnet *Weitere SB-Gaststätten in den Bahnhöfen von Saalfeld, Stralsund, Bitterfeld, Rostock und Angermünde werden ein- gerichtet *Bei der Raststätte Michendorf wird eine Automatenhalle in Betrieb genommen *Drei Both-Hallen werden als Versorgungseinrichtungen er- öffnet 1969 *Das Rügen-Hotel "Saßnitz" wird eröffnet *Der zentrale Produktionsbetrieb in Berlin-Altglienicke wird fertig gestellt *Die Bahnhofsgaststätte Berlin-Friedrichstraße wird rekon- struiert *Teilkapazitäten des Motels bei Usadel werden genutzt

Abbildungen aus: MITROPA - Das Betriebsgesicht, Herausgeber: MITROPA-Direktion, Presse und Werbung, 1964
Die Kooperation zwischen der DSG und der MITROPA funktionierte in diesem Zeitabschnitt den Umständen ent- sprechend gut. Die DSG besaß zwar die Markenrechte am Namen und Zeichen MITROPA, überließ aber diese zur Nutzung der MITROPA. Die MITROPA nutzte das an einen Reichsadler erinnernde Zeichen aber abgewandelt: Der Adlerkopf über dem "M" entfiel, das vormals vierspeichige, in der Verbindung mit dem Adler an ein Hakenkreuz erin- nernde Rad erhielt jetzt zwei weitere Speichen.
MITROPA-Schriftzug und MITROPA-Warenzeichen Abbildungen aus: MITROPA - Das Betriebsgesicht, Herausgeber: MITROPA-Direktion, Presse und Werbung, 1964
Auf dem Gebiet der Reisebetreuung im Verkehr zwischen der BRD und der DDR bestanden mehrere Vereinbarungen mit der DSG. Auch mit der CIWLT und den Staatsbahnen Schwedens, Finnlands, Norwegens und Dänemarks gab es Vereinbarungen zur Kooperation und Zusammenarbeit. Weitere mit der UdSSR, Polen, der Tschechoslowakei, Un- garn, Rumänien, Bulgarien, Jugoslawien, Österreich, Ita- lien und der Schweiz.
Eine Herausforderung ist die Fortsetzung der Geschichte über die 70er und 80er Jahre, gibt es doch wenig erschöpfendes Material über diesen Zeitabschnitt. Wir werden weiter recherchieren!

MITROPA 1974 Bilder aus dem Vereinsarchiv - Autor unbekannt
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands existierten die Deutsche Bundesbahn und die Deutsche Reichsbahn sowie deren Schienengastronomie-Tochtergesellschaften bis 1994 nebeneiander. 1994 wurden die beiden Bahnunternehmen zur Deutschen Bahn AG fusioniert und die MITROPA und die DSG zur MITROPA AG zusammengeschlossen.
Die MITROPA in der Schweiz
Am 5 Juni 1996 wurde die Mitropa Mitteleuropäische Schlaf-wagen- und Speisewagen Aktiengesellschaft, Berlin, Zweig-niederlassung Basel, Schweiz gegründet. Sie sollte den "Service in Tageszügen, im Schlafwagen- und Liegewagen- verkehr, auf Fährschiffen, in stationären Servicebereichen der Personenbahnhöfe, in Hotels, in Raststätten an Auto- bahnen und Straßen, auf Flughäfen" erbringen. Das Ge- schäft der Buffet Suisse SA (früher Minibuffet AG, zwischen- zeitlich in Liquidation) wurde am 1. März 1997 übernommen. Am 21. August 1997 wurde die Mitropa Suisse SA Bern (ab 13. Januar 2003 als DB Reise&Touristik Suisse SA) ge- gründet. Sie übernahm die Leistungen der Zweignieder-lassung, die am 9. Dezember 2005 gelöscht wurde. 2002 wurde diese Leistung von der Passaggio Rail AG, heute elevito AG und 100%-ige Tochter der SBB, wieder übernommen.
Zugegeben, das sind alles komplizierte und kaum zu über- schauende Vorgänge, deren Sinn und Zielstellungeen nur von den beteiligten Finanzmangnaten erklärt werden könn- ten aber diese Fakten gehören nun einmal zur Geschichte der MITROPA!
Die MITROPA nach der Wiedervereinigung bis 2006
Die neue MITROPA AG hatte vier Geschäftsbereiche: Service im Zug, Gastronomie und Handel an Bahnhöfen, Service an der Straße und Schiffscatering. Der Bereich Schiffscatering wurde 1999/2000 an Scanlines abgege- ben. Das Tagesgeschäft (hauptsächlich die Bewirtschaf- tung der Speisewagen) aus dem Bereich Service im Zug sowie die dazugehörige Logistik (Fahrzeugwartung, Lebensmittellager und -belieferung) wurden 2002 in die damalige DB Reise & Touristik AG (seit November 2003 DB Fernverkehr AG) integriert. Das Nachtgeschäft (hauptsächlich die Bewirtschaftung von Schlaf- und Liegewagen) wurde 2002 in die neu ge-gründete DB European Railservice AG integriert. Damit entfiel unter der Leitung von Hartmut Mehdorn der traditionsreiche Name für die Bordgastronomie der Züge der Deutschen Bahn. Seither sind die Restaurantkräfte nur noch schwer von den Schaffnern und Zugführern zu unterscheiden.
Am 2. April 2004 wurde die MITROPA AG mit den ver- bliebenen Geschäftsbereichen an die Compass Group Deutschland GmbH mit Sitz in Eschborn verkauft. Ende 2004 firmierte das Unternehmen MITROPA AG sich um in Mitropa GmbH.
2005 beschäftigte das Unternehmen bundesweit 1.950 Mit- arbeiter im Bereich stationäre Gastronomie & Handel für Rei-sende an 46 Bahnhöfen sowie 34 Autobahnraststätten und Autohöfen. Im Jahr 2006 wurde die Mitropa GmbH aus dem Konzern herausgelöst und firmiert nun als SSP Deutschland GmbH.
Wir werden uns weiter mit dieser Thematik befassen, unse- re Ausführungen ergänzen und die weitere Entwicklung doku-mentieren!
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